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Juristisch zitieren in Word

Word bringt eine Quellenverwaltung mit. Für juristische Arbeiten hilft sie kaum weiter — und das liegt nicht an Word, sondern daran, dass die juristische Zitierweise anderen Regeln folgt als die, für die das Werkzeug gebaut wurde.

Der Unterschied, an dem alles hängt: Fußnote statt Klammer

Words Quellenmanager setzt einen Beleg in den laufenden Text — „(Müller, 2020)“ — und baut daraus am Ende ein Literaturverzeichnis. Das ist die Zitierweise der Sozial- und Naturwissenschaften. In der Rechtswissenschaft steht der Beleg in der Fußnote; im Text steht nur die hochgestellte Ziffer.

Die Folge ist nicht kosmetisch. Wer den Quellenmanager benutzt und die Belege anschließend von Hand in Fußnoten verschiebt, verliert genau das, wofür er das Werkzeug benutzt hat: Die Verknüpfung zwischen Quelle und Beleg ist weg, und beim nächsten Umstellen fängt er von vorn an.

Vier Dinge, die die juristische Fußnote braucht und das Feldschema nicht kennt

  • Die Randnummer. Kommentare und neuere Entscheidungen werden nach Rn. zitiert, nicht nach Seite — und ob es „Rn.“, „Rdnr.“ oder „Rdn.“ heißt, entscheidet das Merkblatt.
  • Den Bearbeiter. „Fleischer, in: MüKo-GmbHG, § 13 Rn. 42“ nennt zwei Ebenen: wer den Abschnitt geschrieben hat und in welchem Werk er steht. Ein einzelnes Autorenfeld bildet das nicht ab.
  • Die Kurzform beim zweiten Mal. Nach dem Vollzitat folgt die Kurzform, und nach einem unmittelbar davorstehenden Beleg derselben Quelle „Ebd.“ oder „a.a.O.“ — das hängt davon ab, was in der Fußnote davor steht.
  • Die Kettenfußnote. Ein Satz wird oft mit mehreren Belegen zugleich gestützt, in fester Reihenfolge: erst Rechtsprechung, dann Literatur, innerhalb davon nach Rang und Datum.

Die Wege, die es gibt

Von Hand tippen. Funktioniert und ist die häufigste Lösung, solange die Arbeit klein bleibt. Ab etwa vierzig Fußnoten kippt es: Die Kurzform weicht von der Vollform ab, ein Werk taucht zweimal unterschiedlich geschrieben auf, und das Literaturverzeichnis stimmt am Ende nicht mit den Fußnoten überein.

Ein allgemeines Literaturverwaltungsprogramm mit einem juristischen Zitierstil. Trägt, wenn der Stil zu dem Merkblatt passt, das gilt — sonst ist die Anpassung eine eigene Arbeit.

Ein Werkzeug, das die juristische Zitierweise selbst kennt und die Fußnote gleich richtig setzt.

So macht es QuellenPilot

QuellenPilot ist ein Add-in für Word: Du legst die Quelle einmal an und fügst sie an der Stelle ein, an der du bist. Die Fußnote entsteht als echte Word-Fußnote, nicht als Klammer im Text — mit Randnummer, Bearbeiter und dem Trennzeichen, das der gewählte Stil vorsieht.

Die Kurzform kennt QuellenPilot ebenso wie das Vollzitat; „Ebd.“ setzt es nur dort, wo die Fußnote davor wirklich dieselbe Quelle nennt. Das Literaturverzeichnis entsteht aus denselben Quellen, sodass es nicht auseinanderlaufen kann.

Der Prüfstand geht am Ende über das Dokument und meldet, was formal nicht stimmt: eine Fundstelle ohne Seite oder Randnummer, ein Werk, das im Verzeichnis fehlt, eine Kurzform ohne vorangegangenes Vollzitat.

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In Word bleiben, richtig zitieren

QuellenPilot ist ein Word-Add-in aus dem Microsoft Store. Bis 15 Quellen kostenlos, kein Abo, Server in der EU.

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